Nichts bewegt mehr als Bewegtbilder

von Wolfgang Laier

Arbeitsgemeinschaft interaktive Videos

Videos nehmen weiter an Bedeutung zu. Nach dem Meinungsforschungsinstitut ComScore schauten bereits im August 2012 188 Millionen US-Internetnutzer über 37 Milliarden Online-Videos. Cisco schätzt, dass im Jahr 2015 etwa 57 Prozent des Webcontents Bewegtbilder sind, und das Worldwide Marketing Council erwartet, dass ein Jahr später jede Minute über eine Million Minuten Video ins Netz geladen werden. Videos auf Landingpages erhöhen die Konversionsraten um bis zu 130,5 Prozent, propagiert darüber hinaus der Blog „Marketing Tech“.

Durch Produktvideos steigt der Verkauf um 85 Prozent im Vergleich zu Produkten ohne Video, berichtet das Online-Magazin „Internet Retailer“. Kein Wunder also, dass auch in der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen das Medium verstärkt Einsatz findet, „zumal nur etwa vier Prozent der klassischen Marketingaktion als Return on Invest zurückfließen“, weiß Kramer. Die Bedürfnisse der Markenkommunikation erfüllt das klassische Video allerdings nicht vollständig.

40 Prozent mehr Klicks

Erst durch die Interaktivität ist es möglich, dass die gezeigten Produkte direkt aus dem Video heraus bestellt oder mit weiteren Informationen unterlegt werden können. Und das begeistert weltweit. Der Agenturdienstleister Sizmek analysierte über 900 Millionen Klicks und ermittelte, dass HTML5-Formate eine um 40 Prozent höhere Klickrate als Flash erreichen.

"Es setzt neue Kaufreize und trägt dazu bei, dass die Erwartungen an den Kundenkontaktpunkten erfüllt werden. Interaktive Videos beeinflussen nachweislich den Marketing- und Werbeerfolg positiv", weiß Peter Kramer, der sich auf Neuromarketing spezialisiert hat. „Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten und wird gigantisch.“ Der Grund liegt in der höheren Effektivität. „Experten schätzen, dass über 90 Prozent der Videos mit Interaktivität komplett angeschaut werden. Zudem liegen die Click-Trough-Rates zum Teil deutlich über zehn Prozent.“

Mehr Chancen für Marken

Den wissenschaftlichen Background liefert ein geplantes Projekt der ArGe in Zusammenarbeit mit Experten aus dem Bereich Neurowissenschaften. Die Gehirnströmungen in den relevanten Arealen bei der Nutzung von interaktiven Videos sollen hierbei gemessen und analysiert werden. Neben der Förderung der Markenkommunikation will das Netzwerk durch umfassende Marktanalysen auch praxisbezogen den Trend zum interaktiven Video belegen. Für den Einsatz in der Praxis entsteht darüber hinaus ein abgestimmtes und optimiertes Storyboarding.

Die Technologien für den breiten Einsatz sind jetzt vorhanden und vor allem erschwinglich. So liefert VideoNotion Tools wie Datenmanagement, Editor und Player für die Erstellung interaktiver Videos. "Uns ist wichtig, dass wir hier einen neutralen Anbieter nutzen, der eine werbefreie und sichere Plattform stellt", erklärt Peter Kramer. Immer wichtiger werde auch, mit seinen Dialoggruppen direkt zu kommunizieren. "Mit der NotionCard liefert VideoNotion auch dafür ein passendes und effizientes Tool.“

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